Schon als noch niemand jemals von Kobe oder Wagyu gehört hat, spielte Fleisch eine bedeutende Rolle für den Menschen und seine Evolution. Viele Forscher sind sich heute sogar einig, dass vielleicht die Entwicklung zum intelligenten Menschen nicht unwesentlich mit der Möglichkeit der Fleischernährung zusammenhing.

Kobe, Wagyu, US-Beef: Der Wandel des Fleischs vom Lebens- zum GenussmittelDoch heute erfährt das im Wortsinne so wichtige LEBENSmittel einen deutlichen Bedeutungswandel: Es ist immer weniger Teil der täglichen Mahlzeit, kein selbstverständlicher Teil der Ernährung mehr, obwohl die Auswahl, die Bandbreite vielleicht größer denn je ist. Lebensmittelskandale – gerade Fleisch betreffend! – auf der einen, die erhöhte Sensibilität für Massentierhaltung / Tierwohl auf der anderen Seite. Und der Trend zum Vegetarismus, zum gesunden und damit oft fleischlosen Lebensstil steht nochmals auf einem ganz anderen Blatt.

Doch das heißt keineswegs, dass Fleischprodukte aus dem Leben verschwinden – vielmehr führt der Weg in eine neue Richtung: Fleisch wird etwas Besonderes, weil man es teurer und damit hochwertiger einkauft.

Es wird bewusster ausgewählt und bewusster genossen: Als eine Art Geschenk / Belohnung an sich selbst, als etwas, das man zu besonderen Anlässen und Situationen mit Freunden teilt.

Der Anspruch ist damit klar: Premium, Gourmet, Güteklasse. FleischGENUSS statt jederzeit und überall irgendwelche Tierprodukte zu verzehren. Bester Beleg dafür ist vielleicht, dass Edelfleischsorten wie eben Kobe Beef oder Wagyu Steaksin aller Munde“ sind.

Die logische Folge einer Entwicklung, die sich über Epochen hinweg vollzog…, hier mehr erfahren:

 

Doch wie genau vollzog sich dieser Wandel im Laufe der Jahre und sogar Jahrhunderte?

Fleisch gehört schon seit Jahrtausenden in zahlreichen Kulturen zu den elementaren Nahrungsmitteln.

In der Urgeschichte jedoch war der Frühmensch / Primat zunächst Vegetarier – er ernährte sich von dem, was die Wälder und Feuchtgebiete in Afrika, der „Wiege der Menschheit“, hergaben. Früchte, Blätter, pflanzliche Elemente.

Mit den ersten Eiszeiten veränderte sich jedoch das natürliche Vorkommen der „grünen Nahrung“.

Es kamen plötzlich auch Tierkadaver auf die Speisekarte.

Behilflich beim Verzehr waren dabei erste „Werkzeuge“, wie spitze Steine – die Vorfahren der Kochmesser!

 

Jenseits von Waygu oder Kobe: Fleisch in der Urzeit

Jenseits von Waygu oder Kobe Fleisch in der UrzeitDas setzte eine erstaunliche Entwicklung in Gang, die vielleicht den Ur-Schlüssel zur Menschwerdung im heutigen Sinne mit in Gang setzte: Fleisch enthält grundsätzlich viele Kalorien, Nährstoffe und Fettsäuren, deckt damit stärker den Energiebedarf.

Energie, die der Entwicklung des menschlichen Gehirns äußerst zuträglich war – das Organ Gehirn gehört nachgewiesen zu den energiehungrigsten des gesamten menschlichen Organismus.

Mit Fleisch, das der Homo erectus inzwischen nicht mehr nur passiv „sammelte“ (tote Tiere), sondern auch aktiv jagte, konnte schneller und effektiver denn je der Energiespeicher aufgefüllt werden – soviel Energie, das sich das Gehirn immer besser entwickeln konnte.

Erst in der Mischung mit zahlreichen anderen Faktoren war dies natürlich möglich – sonst hätten sich logischerweise ALLE Fleischfresser anders entwickeln müssen. Doch fleischliche Ernährung war ein begünstigender Faktor – ohne Frage.

Der Mensch als Jäger UND Sammler, noch weit entfernt von Rindfleisch oder Schweinefleisch, erst recht von Wagyu- oder Kobe Steak.

Erfahren Sie mehr über Wagyu- oder Kobe Steaks hier:

 

„Ernährungsgewohnheit“ über Jahrhunderte und Kulturkreise hinweg

Fleischgenuss war somit von der Frühzeit an ein nicht wegzudenkender Teil der Nahrung. In der Antike in Rom und Griechenland wurden gezielt Schweine gezüchtet, um die harten Wintermonate ohne Obst/Gemüse zu überstehen.

Pferde, Ziegen, Rinder waren eher Last- und Nutztiere, auch Schafe wegen ihrer Wolle, Schweine jedoch galten schon früh als perfekte Nahrung – zum Verzehr geeignet. Die Etablierung der Landwirtschaft, Ackerbau und Co führten aber auch zu neuen Ernährungsformen mittels Korn und Getreide.

Die Esskultur des Mittelalters war eher von Mangel geprägt, keine Spur von heutigen Fleischgenüssen wie Wagyu Steaks oder Kobe Beef! Nur wenige und ausgewählte Schichten verzehrten regelmäßig Fleisch (Adel). Individueller Wohlstand sowie die Verortung innerhalb der Ständegesellschaft spielten eine wichtige Rolle beim Zugang oder Nichtzugang zu Wild, Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel und vielem mehr. Das Schwein dominierte jedoch auch in dieser Epoche nach wie vor: es war einfach zu halten und nicht anspruchsvoll. Rinder avancierten hingegen zu einem nicht-unüblichen Handelsgut im Rahmen des Fernhandels.

Fleischgenuss wie Wagyu Steak oder Kobe BeefDer Handel war auch eine typische Entwicklung der frühen Neuzeit: Neue Handelswege nach Asien und Amerika brachten auch neue Lebensmittel, Gewürze und auch viele neue Grundnahrungsmittel mit sich. Noch kein Kobe Steak aus Japan oder Wagyu aus Australien, aber zum Beispiel die Kartoffel. Die Essgewohnheiten änderten sich in Europa – doch Fleisch blieb weiterhin eine Art soziales Statussymbol für nur Wenige.

Weitere Infos finden sie unter Albers: Auszeichnung für Australia Wagyu – www.cafe-future.net.

Im 19. und 20. Jahrhundert mit dem zunehmenden Wohlstand aller stieg auch der Fleischkonsum immer weiter an. Längst war es nicht nur Schweinefleisch, sondern Rindfleisch und Co. Je wohlhabender die Menschen einer Gesellschaft desto größer auch der Fleischbedarf, könnte man die Situation in einer einfachen Formel auf den Punkt bringen. Beispiel: Weltweit stieg der Fleischkonsum zwischen den 1960er-Jahren und dem neuen Jahrtausend von 23 kg auf 42 kg – und das pro Kopf und Jahr.

 

Fleisch ist heute für (fast) jeden erschwinglich. Aber um welchen Preis?

Fleisch ist heute fuer fast jeden erschwinglich aber um welchen PreisUm den Bedarf zu decken herrschen oftmals Massentierhaltung und fast industrielle Fleischproduktion rund um Schweine und Rinder, erst recht bei Geflügel. Und genau dies führt nun offenkundig zu einer Art Umkehr, einem Gegeneffekt: Es wird wieder weniger Fleisch verzehrt – dafür aber besseres, ausgewähltes, edleres und gesünderes.

Nicht immer nur Lebensmittel, um den Bedarf an Proteinen und Nährstoffen zu decken, sondern eben auch mehr denn je Genussmittel!

Die Menschen investieren mehr in Sorten und Cuts wie Wagyu Steak und Kobe Beef aus Ländern wie Japan, den USA oder Kanada. Vielleicht mehr denn je aber kann man so von einem Statussymbol sprechen, einen Ausdruck von Lifestyle und Luxus. Etwas also, das sich durch die Jahrhunderte des Fleischgenusses durchaus durchzieht.

Man darf gespannt sein, wie sich die Geschichte des Fleisches in der Welt weiterentwickelt und was nach Wagyu und Kobe kommt… .

Einen Anbieter für erschwingliches Fleisch finden sie hier:

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